22.08.2015 – Brandschutzerziehung für unbegleitete minderjährige Flüchtlinge

 

Am vergangenen Samstag startete die Freiwillige Feuerwehr Mailing-Feldkirchen erneut eine Aktion mit den unbegleiteten minderjährigen Flüchtlingen (UMF), die in Feldkirchen ein neues Zuhause gefunden haben und dort von der Roland-Berger-Stiftung betreut werden.

Der Tag stand ganz unter dem Motto der Brandschutzerziehung.

Um 09:00 Uhr wurden die Flüchtlinge zusammen mit zwei Betreuern von Stadtjugendwart Ralf Schreiber, Kommandant der FF Mailing-Feldkirchen, den beiden Jugendwarten Benedikt Nadler und Thomas Weigart, sowie zwei weiteren Kameraden der FF Mailing-Feldkirchen mit Feuerwehrfahrzeugen von Zuhause abgeholt. Gemeinsam ging die Fahrt zur Feuerwache in der Dreizehnerstraße, wo Brandoberinspektor Ingo Stöhr die Gruppe in Empfang nahm.

Am Anfang stand eine kurze Präsentation im Lehrsaal, bei der Herr Stöhr den Unterschied zwischen Freiwilliger (FF) und Berufsfeuerwehr (BF) sowie die Aufgaben der Feuerwehr im Allgemeinen aufzeigte. Nach einem kurzen Gespräch mit der Runde war es besonders interessant zu sehen, wie stark sich sowohl System als auch Aufgabenbereich der Feuerwehren in Deutschland und in den jeweiligen Herkunftsländern der UMF unterscheiden.

Anschließend wurde noch die Notrufnummer 112 und das korrekte Absetzen eines Notrufes – die 5 W-Fragen – besprochen.

Mit einem Rundgang durch die Wache ging es weiter. Es wurden die Integrierten Leitstelle, die Küche der BF, der Aufenthaltsraum, die Ruheräume und die Fahrzeughalle besichtigt. Besonders bestaunt wurden hierbei die Rutschstangen, mit welchen die Einsatzkräfte im Alarmfall schnell vom 1. OG in die Fahrzeughalle im EG gelangen.

Nach einem Abstecher in die Atemschutzwerkstatt, wo Pressluftatmer und Maske bestaunt und von einem Jugendlichen anprobiert wurden, ging es weiter in den Übungshof der Feuerwache zum praktischen Teil.

Die UMF konnten hier eindrucksvoll erleben, was passiert, wenn man versucht einen Fettbrand mit Wasser zu löschen – eine riesige Stichflamme ist die Folge. Die nächste Vorführung demonstrierte einen Druckbehälterzerknall, wie er beispielsweise bei überhitzten Spraydosen erfolgen kann.

Nun galt es noch, ein richtiges Feuer zu bekämpfen. Jeder der Jugendlichen – und natürlich auch die beiden Betreuer – durften hier einmal selbst einen Handfeuerlöscher ausprobieren.

Zuletzt wurde noch das Ablöschen einer Person mittels Löschdecke von Herrn Stöhr erklärt und einer der Flüchtlinge versuchte sich damit auch gleich selbst erfolgreich an einer brennenden Übungspuppe.

Zum Abschluss wurde jeder einmal mit der Drehleiter auf 30 Meter Höhe fahren und den Ausblick über die Stadt genießen.

Unser herzlicher Dank gilt Brandoberinspektor Ingo Stöhr und seinen Kameraden von der Berufsfeuerwehr Ingolstadt für ihre Unterstützung, den Jugendlichen das Thema Feuerwehr und Brandschutz näher gebracht zu haben.